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Title: ハイデガーの他者論
Other Titles: Das Problem des Anderen bei Heidegger
Authors: 安部, 浩  kyouindb  KAKEN_id
Author's alias: ABE, Hiroshi
Issue Date: 10-Feb-1999
Publisher: 京大・西洋近世哲学史懇話会
Journal title: 近世哲学研究
Volume: 5
Start page: 47
End page: 63
Abstract: Levinas hat oft das Heideggersche Denken über den Anderen kritisiert. Nach Levinas versucht es, das Ich und den Anderen durch das ihnen beiden Gemeinsame, d.h. das Sein, ohne Rücksicht auf die Verschiedenheit zwischen ihnen zu integrieren, so daß es den national-sozialistischen Totalitarismus theoretisch bejahen kann. In diesem Aufsatz geht es mir darum, diese Levinassche Kritik auf ihre Richtigkeit zu prüfen. Gegenüber der Einfühlungstheorie, die die Reflexion für die primäre Gegebenheit des Ichs hält und sie auf das Verstehen des Anderen anwendet, geht es Heidegger in seiner Analyse des Mitseins in Sein und Zeit darum, den phänomenalen Tatbestand, der sich in unserer alltäglichen Lebenserfahrung findet, nämlich daß die Anderen "aus der Welt her, in der das besorgend-umsichtige Dasein sich wesenhaft aufhält" begegnen, aufzuzeigen. In dieser phänomenologischen Anzeige jedoch ist die Unterscheidung zwischen zeughaft Seienden und den Anderen, die zwar umweltlich begegnen, aber doch nicht zeughaft sind, implizit bereits vorausgesetzt. Man mag wohl im Alltagsleben davon ausgehen, daß der Andere so ist wie das Ich selbst. Allein, worin liegt eigentlich die Gleichheit zwischen dem Ich und dem Anderen? Nach Heidegger liegt sie darin, "als umsichtig-besorgendes In-der-Welt-sein", d.h. als das die zeughaft Seienden "Freigebende"(nämlich sie als solche sein lassende), Dasein zu sein. In diesem Aufsatz soll daher der Versuch untemommen werden, die Gleichheit in unserer täglichen Erfahrung phänomenologisch auszuweisen, einen Ausweis, den Heidegger selbst nicht ausdrücklich vollzogen hat. Zunächst zeigt sich im Zustand der Angst, in dem die Welt als solche mir erschlossen wird, daß mein Sein als umsichtig-besorgendes In-der-Welt-sein ist, und daß der Andere aufgrund eines Verweisungszusammenhangs die zeughaft Seienden freigebend besorgt. Solange der Andere sein In-der-Welt-sein von sich selbst aus nicht ausgewiesen hat, ist dadurch jedoch noch nicht erwiesen, daß das Sein des Anderen auch In-der-Welt-sein ist. Ich kann ihm nur helfen, diesen Ausweis zu vollziehen, indem ich zuerst vorbildlich mein eigenes In-der-Welt-sein aufschließe. Diese Hilfe nennt Heidegger "vorspringend-befreiende Fürsorge". Wenn der Andere durch meine Hilfe sich sein eigenes Sein erschließt, dann zeigt sich die Gleichheit zwischen dem Ich und dem Anderen und kommt das eigentliche Verhältnis zwischen den beiden zustande. Als ein Beispiel des eigentlichen Verhältnisses kann man das zwischen dem Dichter und den Anderen aufzeigen, das Heidegger in seiner Abhandlung über Hölderlins Elegie "Heimkunft" behandelt. Es zeigt sich dort erstens, daß in diesem Verhältnis die Verschiedenheit zwischen dem Dichter als Sagendem und den Anderen als Hörenden, die doch als solche die dem Dichter "Verwandten" sind, besteht, und zweitens, daß dieses Verhältnis keine Integration, die die einzelnen zu einem Ganzen verschmölze, sondern vielmehr eine Vereinzelung, die das Ich (den Dichter) und den Anderen zu seinem je eigenen Sein sein läßt, bedeutet. Damit ist die oben erwähnte Levinassche Kritik also nicht zutreffend.
DOI: 10.14989/189800
URI: http://hdl.handle.net/2433/189800
Related Link: http://modephil.sakura.ne.jp/wordpress/studies/
Appears in Collections:第5号

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